Couchsurfing – Meine Erfahrungen
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Couchsurfing – Meine Erfahrungen

Was vor einigen Jahren noch total unbekannt war, ist heute eine praktische, kostengünstige Reisemöglichkeit – das Couchsurfing. Aber was genau ist Couchsurfing eigentlich? In diesem Artikel erfährst Du, welche Vor- und Nachteile es bietet, was Du dabei beachten solltest und welche Erfahrungen ich mit Couchsurfing gemacht habe!

 

Couchsurfing – Was ist das eigentlich?

Kurz und simpel: Couchsurfing ist eine organisierte, kostenlose Übernachtungsmöglichkeit bei einem Fremden zuhause. Die Mitglieder können ihre eigene Wohnung anbieten und/oder nach einer Unterkunft rund um die Welt suchen. Das bietet sich vor allem für Städtereisen an und wird hauptsächlich von jungen Leuten, insbesondere Studenten, genutzt. Um eine Unterkunft zu finden oder anzubieten, musst Du Dich einfach auf einem der Portale anmelden und schon kannst Du loslegen.

 

Vorteile

Zunächst sparst Du natürlich eine Menge Geld durch das Couchsurfing, da Du für die Übernachtungen nichts zahlen musst. So hast Du mehr sonstige Aktivitäten, einheimisches Essen und leckere Drinks zur Verfügung. Du bekommst einen viel besseren Einblick in die Kultur, wenn Du bei einem Einheimischen wohnst und nicht in einem touristischen Hotel. Außerdem hast Du direkt soziale Kontakte geknüpft und kannst super Insidertipps abstauben, z.B. wo Du gut essen oder feiern kannst und welches der beste Club ist. Wenn Du Glück hast, hat Dein „Vermieter“ sogar genügend Zeit und Lust, Dir eine kostenlose Stadtführung zu geben und Dir geheime Ecken zu zeigen, die Du sonst nicht entdeckt hättest. Am Abend könnt Ihr vielleicht sogar mal zusammen kochen, so lernst Du die Küche des Landes noch besser kennen.

 

Nachteile

Beim Couchsurfing bist Du oft nicht sehr flexibel, da Du Dich teilweise nach den Tagesplänen Deines Gastgebers richten musst. Viele möchten nicht, dass Du alleine in ihrer Wohnung bist, deshalb musst Du mit ihnen das Haus verlassen und immer nachfragen, wann Du wiederkommen kannst. Ein weiterer Nachteil ist die Privatsphäre. Die ist kaum vorhanden, da man als Couchsurfer oft in einem Wohnzimmer schläft, durch das immer mal wieder jemand stapft. Nach dem Feiern jemanden abzuschleppen wird also eher schwierig.

Man weiß natürlich nie zu 100% was auf einen zukommt. Vor allem wenn man als Frau alleine reist und mit Couchsurfing Geld sparen möchte, sollte man sich sicher sein, bei wem man wohnt. Wenn Dir die Person nicht von Anfang an sympathisch ist, lasse es lieber gleich. Fälle von Diebstahl und Vergewaltigung sind bekannt, allerdings nur in geringer Anzahl. Das ist also genauso wahrscheinlich wie überall sonst. Trotz allem ist es doch viel schöner, wenn man sich mit der Person, bei der man wohnt, gut versteht. Versuche also im Vorhinein möglichst viel Kontakt zu Deinem Gastgeber zu haben (aber werde nicht zu aufdringlich).

 

Meine Couchsurfing Erfahrungen

Letztes Jahr bin ich gemeinsam mit einem Freund (beide Studenten) nach Groningen, Niederlande, gefahren. Um möglichst günstig davon zu kommen und ein paar nette Bekanntschaften zu schließen, haben wir beide zum ersten Mal Couchsurfing ausprobiert und waren positiv überrascht. Für mein erstes Mal wollte ich nicht unbedingt alleine reisen, deshalb war ich froh, dass wir es zusammen ausprobieren konnten. Die Kommunikation mit dem Gastgeber hat super geklappt und er war von Anfang an super freundlich. Er war selbst auch Student und hatte noch 4 weitere Mitbewohner, was eigentlich ganz praktisch war, weil immer jemand da war. Die Wohnung war zwar eher klein und eng, aber wir hatten Glück und sogar ein eigenes Zimmer mit Klappcouch und kleinem Balkon. Außerdem haben uns die lieben Mitbewohner sogar selbstgemachte Kekse hingestellt – Was will man mehr?

Das Bad war zwar etwas dreckig, aber man wohnt ja auch in keinem Hotel, sondern in einer WG. Bei uns sieht es wahrscheinlich auch nicht besser aus, doch in einer fremden Wohnung empfindet man das alles ja auch etwas anders. Da darf man also nicht so empfindlich sein, da man ja nicht genau weiß, wo man landet. Denn auch wenn die Person super nett und freundlich ist, kann sie trotzdem unordentlich und dreckig sein, schließlich sind es die eigenen 4 Wände. Außerdem seid ihr ja eigentlich sowieso nur zum Schlafen dort, ihr wollt ja auch was von der Stadt und Kultur sehen!

Da der Freund, mit dem ich unterwegs war, bereits ein halbes Jahr in Groningen für ein Auslandssemester gelebt hat, kannte er sich schon ziemlich gut aus. Trotz allem waren die Bewohner für alle Fragen da und haben uns immer weitergeholfen. Auch wenn wir unser Zimmer hätten abschließen können, haben wir das nie gemacht, da das Vertrauen von Anfang an da war. Natürlich hat am Ende auch nichts gefehlt. Wir waren beide super happy über diese tolle Erfahrung und würden es jederzeit wiedermachen.

 

Eure Couchsurfing-Erfahrungen

Wir können nur sagen: Couchsurfing ist super. Warst Du denn auch schon mal couchsurfen? Welche Erfahrungen hast Du damit gemacht? Erzähl uns doch gerne in den Kommentaren etwas dazu.

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