Essen wir wirklich Spinnen im Schlaf?
CategoriesWahrheit oder Mythos?

Essen wir wirklich Spinnen im Schlaf?

Heute geht es um einen Mythos, der sich hartnäckig hält. Und wie es mit solchen Gruselgeschichten so ist, weiß am Ende keiner mehr so genau, was davon der Wahrheit entspricht und was tatsächlich eher ein Gruselmärchen ist. Daher in unserem heutigen Blogpost: Wahrheit oder MythosEssen wir wirklich Spinnen im Schlaf?

Wir essen Spinnen im Schlaf und zwar jeder von uns bis zu zehn Stück in seinem Leben. Warum? Weil Spinnen warme und feuchte Gegenden lieben und deshalb ganz scharf auf unseren Mund sind. Deshalb stürzen sie sich in der Nacht todesmutig in unseren vom Schlaf leicht geöffneten Mund. Sie hoffen natürlich auf ein tolles Versteck. Jedoch erwartet sie dann sehr häufig der Tod.

Soweit so gut, aber was steckt hinter der urbanen Gruselstory?

Die Angst vor dem Andersartigen

Die Spinne gehört eher nicht zu den beliebtesten Tieren. Sie ist zwar klein und hat wahrscheinlich dreimal so viel Angst vor uns, wie wir vor ihnen. Dennoch ist die Panik meist groß, wenn sich doch eine Spinne unerlaubterweise in unser Schlafzimmer schleicht. Doch warum haben so viele Menschen Angst vor so kleinen Spinnen?

Die Angst vor Spinnen wird Arachnophobie genannt. Wieso diese Angst entsteht, kann verschiedene Gründe haben. Zum einen haben wir Menschen häufiger Angst vor Wesen, die uns sehr unähnlich sind. Je mehr ein Tier beispielsweise von unserem Erscheinungsbild abweicht, desto häufiger tritt eine Angst davor auf.

Spinnen sind meist sehr klein. Dennoch bewegen sie sich unerwartet schnell fort. Auch diese Tatsache jagt den meisten einen Schauer über den Rücken. Da Spinnen so klein sind, werden sie häufig erst dann bemerkt, wenn sie sich schon nahe am Körper aufhalten. Ein richtiger Schreckmoment eben.

Andere Theorien sehen den Hauptgrund in der Angst vor Spinnen evolutionär bedingt. So gingen die Menschen damals von einer größeren Gefahr durch Spinnen aus, als es heute tatsächlich der Fall ist. Dennoch glauben einige daran, dass diese Angst genetisch bedingt sein könnte.

Oder kommt die Spinnenangst von unseren Eltern und Verwandten? Kleine Kinder eifern häufig ihre Eltern und nahen Verwandten nach. Hat ein Elternteil Angst vor Spinnen und lebt diese Angst auch vor dem Kind aus, dann lernt das Kind, dass von Spinnen eine Gefahr ausgeht. Es erlernt quasi die Angst vor Spinnen. In einigen Teilen der Welt ist die Angst vor Spinnen übrigens häufiger verbreitet, als in anderen Ländern.

Essen wir Spinnen im Schlaf?

Jetzt aber zurück: Wahrheit oder Mythos? Essen wir Spinnen im Schlaf, ja oder nein?

NEIN. Wir essen keine zehn Spinnen in der Nacht in unserem Leben. Also ein klarer Mythos. Es gibt einfach richtig gute Gründe, weshalb eine Spinne nicht nachts in Deinen Mund spaziert. Oder sich von der Decke in Deinen Mund abseilt. Spinnen spüren sehr gut Vibrationen, die wir natürlich während dem Atmen abgeben. Daher würde das kleine Tierchen wohl eher die Flucht ergreifen, sollte sie uns zu nahekommen.

Außerdem würden wir sehr wahrscheinlich wach werden, wenn sich eine mutige Spinne doch mal auf unser Gesicht oder sogar in unseren Mund traut. Zudem haben wir einen natürlichen Reflex, der uns die Spinne wieder ausspucken lassen würde.

Gefahr besteht nur bei einer Spinne, die freiwillig in den Tod gehen möchte 😉 !

 

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