Besserer Schlaf mit Hund als mit Partner?
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Besserer Schlaf mit Hund als mit Partner?

Bei der Frage, ob Haustiere ins Bett gehören, scheiden sich die Geister. Für die einen sind Haustiere wie Hunde und Katzen, Familienmitglieder und dürfen selbstverständlich auch mit ins Bett. Für die anderen sind Haustiere immer noch Tiere, die weder zu vermenschlicht werden sollten, noch ins Bett gehören. Jetzt kam eine neue Studie raus, nach der Frauen besser mit Hund als mit dem Partner schlafen sollen. Grund genug, das Thema noch einmal aufzurollen.

Doch was sind die Fakten? Was bewirken Haustiere im Bett wirklich und wie wird unser Schlaf durch sie beeinflusst? Heißt es bald Hund oder Herrchen?

Fakt 1: Ist der Hund erstmal im Bett ..

.. dann will er den Komfort auch nicht mehr missen.

Wenn der Hund sich erstmal eingenistet hat und gemütlich bei Frauchen oder Herrchen oder beiden im Bett schläft, bleibt er auch dort. Die Umgewöhnung auf einen Hundekorb fällt mitunter schwer, der Prozess dauert lange und der Erfolg ist nicht garantiert. Außerdem sollten Tiere merken, dass es eine Grenze zwischen Hund und Herrschen gibt, ansonsten kann es sein, dass auch weitere menschliche Unarten übernommen werden oder die Hierarchie auf den Kopf gestellt wird. Oder der Hund bettelt plötzlich am Tisch oder akzeptiert im schlimmsten Fall ein Familienmitglied nicht mehr.

Fakt 2: Allergiker-Schreck

Hunde haaren je nach Rasse verschieden stark. Aber sie haaren. Für Allergiker ist das fast immer ein Problem, selbst wenn zunächst keine Symptome spürbar sind. Wenn Ihr also plant, Euren Vierbeiner mit ins Bett zu nehmen, dann solltet Ihr unbedingt vorher einen Allergietest beim Arzt machen lassen und abklären, ob Haustiere im Bett Sinn machen.

Fakt 3: Aber kuscheln ist gesund

Nicht umsonst nehmen viele den Hund mit ins Bett. Das weiche, warme Fell, die verträumten Blicke. In einer amerikanischen Studie wurden knapp 1000 Frauen nach ihrem favorisierten Schlafpartner gefragt. Sie konnten dabei zwischen Mensch, Hund und Katze wählen und ratet mal, wer gewonnen hat.. Klar, der Hund. Während Katzen im Schlaf eher störend seien, wurde der Hund mit den positiven Eigenschaften des treuen Begleiters verbunden. Und dann ist dann noch der Kuschelfaktor des Haustieres.

Doch warum kuscheln wir so gerne? Das hat emotionale, aber auch körperliche Hintergründe. Werden wir berührt, werden die Reize ans Gehirn weitergegeben und Glückshormone wie Dopamin oder Oxytocin ausgeschüttet. Daher werden Hunde und andere zahme Haustiere auch häufig in Behinderteneinrichtungen und Altenheimen eingesetzt. Tiere spenden also Trost, die Berührungen sorgen für Glückshormone und können sogar Angstzuständen, Traurigkeit und Einsamkeit entgegenwirken.

Dann können Hund und Katze doch perfekt als Einschlafhilfe dienen?

Haustiere, besonders wenn sie wie Hund oder Freigängerkatze regelmäßig im Freien unterwegs sind, haben in ihrem Fell zahlreiche Parasiten, Milben eventuell sogar Zecken und andere Schädlinge. Auch das glänzendste und bestaussehendste Fell ist nie ganz hygienisch und anfällig für Schädlinge. Außerdem kann die Krankheit Zoonose schnell auf Menschen übertragen werden. Dennoch gilt es immer, das Bett hygienisch zu halten und Bettwäsche und Laken regelmäßig zu waschen. Vielleicht ist es ja auch so, dass Hundebesitzer ihre Betten hygienischer halten, weil die Spuren (Hundehaare) schneller sichtbar sind?

Haustiere und Kinder

Kleine Kinder sollten niemals alleine mit Hunden oder Katzen in einem Raum schlafen. Viel zu groß die Gefahr, dass der Hund das Kind beim Spielen verletzt, die Katze ins Gitterbett klettert und dem Nachwuchs ins Gesicht springt oder die Kinder wegen lautem Gähnen oder Jaulen einfach nicht schlafen lässt. Unter Aufsicht am Tag langsam an das Haustier gewöhnen, unterstützt hingegen soziale Kompetenzen und lehrt dem Kind unter anderem, rücksichtsvoll zu handeln.

Eure Meinung ist gefragt

Haustiere im Bett – Ja oder Nein? Und was haltet Ihr von der Studie, dass Hunde der beliebtere Bettnachbar sind? Schreibt uns doch direkt unter diesem Artikel oder schickt uns ein Foto von Eurem Vierbeiner auf Eurer Emma Matratze. Wir freuen uns auf Euer Feedback!

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