Kinder und Kuscheltiere
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Kinder und Kuscheltiere

Die Kuscheltiere unserer Kinder sind Begleiter, zu denen sie vielleicht ihr Leben lang eine Bindung auferhalten werden. Immerhin sind sie schön länger „da“ als wir. Sie haben wenige Tage oder Wochen vor unserer Geburt bereits im Bett auf uns gewartet und sobald wir dann da waren, ging nichts mehr ohne sie. Es muss sich allerdings nicht zwangsweise um ein Kuscheltier handeln, sondern kann der Begleiter auch eine Puppe oder gar ein Schmusetuch sein. Je nach Empfinden des Kindes wird der Freund ausgesucht.
Eltern sollten der Entscheidung des Kindes aber immer beistehen.

Das Innere zählt

Kinder und Babys achten nicht auf das Aussehen des Kuscheltieres, deshalb kann es auch der kleine, angeschlagene Zottellöwe sein, der das Herz des Nachwuchses erobert. Leider kommt auch der Zottellöwe, den man seit der Geburt bei sich hat, in die Jahre und das Innenleben beginnt, aus den Nähten zu kriechen. Die schwarzen Knopfaugen zerkratzen mit der Zeit, Mama muss den Stoff nachnähen oder das Ohr wieder festnähen und das Fell wird immer verschlissener.
Ändert das etwas an der Bindung und Freundschaft zwischen Kind und Plüschtier? Nein – immhin ist das Stofftier nicht auswechsel- oder ersetzbar. Die Beziehung zwischen Plüschtier und Kind ist eine Erfahrung fürs Leben.
Kuscheltiere überschüttet man mit Zuneigung, Liebe und Aufmerksamkeit – wie man es bei den eigenen Eltern auch tut. Das Tier wird so behandelt, wie man selber behandelt wird oder wie man es sich vielleicht auch erwünscht.

Einem könnte das Herz aufgehen, wenn man sieht, wie liebevoll das Kuscheltier umsorgt wird und wie viel es dem Kind bedeutet. Das ändert aber nichts daran, dass der tägliche Kuschelpartner auch mal gewaschen werden muss. Das wird natürlich mit Tränen quittiert. Noch schlimmer ist es, wenn das Kuscheltier verloren geht.
Man braucht den flauschigen Gefährten, wenn Mama und Papa mal nicht anwesend sind, man aber dennoch eine Person braucht, mit der man reden oder eben kuscheln kann. Schließlich geben Kuscheltiere Selbstvertrauen und stärken einen. Sollte der kuschelige Freund also verloren gehen, würde ein riesiges Drama ausbrechen.

Was Kuscheltiere bewirken

Selber im Erwachsenenalter hängt man meistens noch am Kuscheltier und verbindet mit diesem bestimmte Kindheitserinnerungen.

Kuscheltiere können Kinder dazu animieren, ihre erfahrenen Lebenssituationen zu verarbeiten und zu reflektieren. So kann das Kuscheltier auch vielleicht gefüttert oder gar gewickelt werden. Geschimpft werden kann natürlich auch mit dem stummen Freund. Auf Ausflügen darf es natürlich auch nicht fehlen und die wärmende Decke am Abend wird das Tier auch nicht missen müssen. Schließlich werden Kinder von ihren Eltern auch zugedeckt und beschützt. Kinder geben das weiter, was sie lernen. Alle Emotionen und Bedürfnisse, die sie erfahren.

Man wird erwachsen

Die abendlichen Geschichten werden aber mit der Zeit kürzer und man beginnt sich, von den Eltern abzugrenzen. Für diese Übergangszeit sind Kuscheltiere tatsächlich Gold wert. Immerhin sind Mama und Papa nicht in der Nähe, aber man hat dennoch etwas bei sich, was die Trennungsängste ein wenig lindert. Es dient quasi als Ersatzobjekt. Sollte das Ersatzobjekt also verloren gehen… fließen die Tränen sicherlich. Dieses Risiko sollte man am besten selten oder gar nicht eingehen. Deshalb sollte man es immer in Erwägung ziehen, ein zweites Kuscheltier zu kaufen, wenn der Liebling mal gewaschen und getrocknet werden muss.

Du musst dir aber klar sein, dass dein kleiner Schatz es meist sofort bemerkt, wenn das Original nicht anwesend ist. Immerhin ist es ein ganz spezielles Kuscheltier und hat einen besonderen Platz im Herz des Kindes.

Kuscheltiere sind eine gute Stütze, wenn man erwachsen wird und unterstützen einen in harten Zeiten des Aufwachsens.

Also meinen Plüsch-Elefanten, den ich seit meiner Geburt habe, besitze ich auch noch. Der sitzt auf meiner Kommode.
Wie sieht’s mit eurem Kindheitsbegleiter aus?

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One thought on “Kinder und Kuscheltiere”

  1. Habe meine “Sarah” (ein Hund oder sowas) auch heute mit 32 Jahren noch. Ihn zwar erst vor 3 Wochen aus seinem Box-Verlies entlassen und meinem echten, lebenden Hund nun als Spielzeug vermacht. Somit hat “sie” wieder einen richtigen Zweck und erfüllt gleich 2 Seelen mit Freude 🙂

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