Schlafstörungen – Was hilft?
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Schlafstörungen – Was hilft?

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen. Doch was sind die Symptome und die Ursachen dafür? Warum können manche Menschen nachts nicht schlafen? Welche Folgen kann das haben? Außerdem versuchen wir die wichtige Frage zu klären: Was hilft dagegen?

Schlafstörungen werden auch Insomnie genannt. Sie können kurzfristig oder langfristig auftreten. In Deutschland leiden rund 15 Prozent der Menschen unter Schlafstörungen. Das beunruhigende jedoch, die Zahl der Betroffenen steigt immer weiter an. Laut dem DAK-Gesundheitsreport von 2017 ist die Zahl der Berufstätigen zwischen 35 und 66 Jahren, die keinen Schlaf finden, um rund 66 Prozent gestiegen. Frauen sind sogar noch häufiger betroffen als Männer. In unserem folgenden Blogbeitrag erfährst Du alles zum Thema Schlafstörungen.

Welche Typen von Schlaflosigkeit gibt es?

Forscher unterscheiden derzeit drei unterschiedliche Typen von rastlosen Schläfern:
1. Die, mit dem Einschlafproblem
Die Personen, bei denen sich eine Schlafstörung schon beim Einschlafen äußert, zum Beispiel durch ein Gedankenkarusell, gehören in diese Kategorie. Diese Personen haben meist Angst davor, dass sie wieder nicht einschlafen können und verstärken so den Druck noch mehr.

2. Die Durchschlaf-Insomnias
Personen die in diese Kategorie fallen, können meist einschlafen, haben aber Probleme eine ganze Nacht durchzuschlafen. Klar, jeder von uns wird in der Nacht mehrmals wach, die meisten merken jedoch nichts davon und können ungestört weiterschlummern. Nicht so die Durchschlaf-Insomnias, sie werden wach und können einfach nicht mehr einschlafen. Die Gedanken kreisen, der Puls erhöht sich und an Schlaf ist nicht mehr zu denken.

3. Die Bettmonogamisten
Bei dieser Schlafstörung leiden Menschen unter Schlafmangel, die sich außerhalb ihres gewohnten Schlafumfeldes befinden. In fremden Betten, im Urlaub oder einfach das falsche Kissen oder die falsche Matratze bringen diesen Schlaftypen mit Schlafstörungen um den Verstand.

Die Symptome von Schlafstörungen

Zu den klassischen Symptomen gehören Einschlafstörungen, häufiges Aufwachen, besonders frühes Erwachen am Morgen oder auch lange Wachphasen in der Nacht. Zusätzlich kann dieses Problem der Schlafstörung auch als 24-Stunden-Problem betrachtet werden. Denn viele Menschen die unter Schlafstörungen leiden machen sich schon am Tag Gedanken darüber, was sehr belastend sein kann. In der Nacht kann es dann genau umgekehrt sein, man zerbricht sich über die Alltagsprobleme den Kopf und findet nicht den nötigen Schlaf.

Die Ursachen

Was sind die Ursachen einer Schlafstörung? Warum können manche Menschen nachts einfach nicht schlafen? Die Ursachen sind natürlich vielfältig. Zum Beispiel können bereits vorhandene psychische Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen zusätzliche Schlafstörungen hervorrufen. In fast 50 Prozent der Fälle ist eine solche Erkrankung die Hauptursache einer Insomnie.

Außerdem können auch körperliche Erkrankungen die Ursache dafür sein, dies betrifft circa 25 Prozent der Betroffenen. Zum Beispiel können hier die sogenannten Restless Legs der Grund für eine Schlafstörung sein, dabei verspürt der Betroffene ein Kribbeln oder ein Stechen in den Beinen. Ebenfalls können körperliche Erkrankungen, die mit Schmerzen einhergehen die Schlafstörungen verstärken. Häufig führen auch Atmungsstörungen wie Asthma oder Apnoe zu einer langfristigen Schlafstörung, wenn der Betroffene nicht behandelt wird.

Neben diesen Erkrankungen können als Ursache der Insomnie auch andere Schlafstörungen auftreten. So zum Beispiel durch Schlafwandeln oder eine Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus.
Außerdem können bereits vorhandene Erkrankungen durch äußere Umwelteinflüsse eine Schlafstörung hervorrufen. Störendes Licht oder Lärmstörungen verhindern meist einen angenehmen Schlaf. Darüber hinaus können auch die falsche Ernährung oder Belastungssituationen einen gesunden Schlaf beeinträchtigen. Alkohol oder Koffein vor dem Schlafengehen beeinflussen den Schlaf beträchtlich.

Es gibt noch eine Ursache, woher ein Mangel an Schlaf kommen kann. Die Schlafstörungen können sogar erlernt sein. Das kommt dann zustande, wenn tägliche Belastungssituationen auftreten, die einen bis in den Schlaf verfolgen. Die Belastungen führen zu einer inneren Anspannung, die uns darin hindern kann richtig zu schlafen. Der Schlafmangel führt dann zu den oben genannten Folgen. Meist kommt dann die Angst hinzu, abends wieder nicht richtig schlafen zu können, was wiederum die innere Anspannung verstärkt. Ein Teufelskreis, der Dich um den Schlaf bringt.

Die Folgen einer Schlafstörung

Neben den oben genannten Symptomen können Schlafstörungen auch weitere Folgen mit sich bringen. So zum Beispiel Unkonzentriertheit, Müdigkeit, Unwohlsein, Gereiztheit, Erschöpfung oder Einschränkungen der Leistungsfähigkeit auf der Arbeit. Das Ganze kann dann sogar zu depressiven Entwicklungen führen. Treten bereits solche psychischen Folgen auf, dann hilft meist nur eine umfangreiche Behandlung mit Medikamenten oder eine psychotherapeutische Behandlung gegen langfristige Schlafstörungen.

Was hilft gegen Schlafstörungen?

Wenn Du unter Schlafstörungen leidest, dann solltest Du auf jeden Fall etwas dagegen unternehmen. Doch einfach gesagt – was hilft denn gegen eine Schlafstörung? Zunächst kannst Du Dir unsere Besten Einschlaftipps einmal anschauen. Sie helfen Dir, wenn Du vor allem Probleme mit dem Einschlafen hast. Außerdem kann unser Blogbeitrag Natürliche Müdemacher helfen. Hier werden Dir verschiedene Mittel gezeigt, die Dir helfen sollen so richtig müde zu werden. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass im Schlafzimmer eine angenehme Temperatur herrscht, kein zu helles Licht hereinfällt oder störende Geräusche auftreten können, die dann Deinen Schlaf stören. Außerdem sollten am besten alle Elektrogeräte ausgeschaltet werden.
Wenn das mit dem Schlafen einfach nicht klappen will, dann ist es besser, wenn Du nach circa 30 Minuten Wachphase einfach mal aufstehst. Lenke Dich dann ab und warte bis Du wieder merklich müde wirst. Versuche es dann erneut. Will der Schlaf einfach nicht kommen, dann solltest Du das Ganze wiederholen.
Wichtig ist jedoch, wenn Du unter einer länger andauernden Schlafstörung leidest und alles nichts hilft, dann solltest Du einen Arzt aufsuchen und Dich richtig beraten lassen.

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