Schlafwandeln
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Schlafwandeln

Ein Phänomen, welches von vielen als unheimlich bezeichnet wird. Schlafwandeln wird auch Somnambulismus oder Mondsucht genannt. Der Schlafwandler streift in der Nacht umher. Das Unheimliche – der Schläfer ist nicht wach. Die Person schläft weiterhin, nur eben nicht auf ihrer gemütlichen Emma Matratze. In diesem Zustand verlässt eine Person das Bett und wandert umher oder kann sogar Tätigkeiten verrichten, ohne dabei richtig wach zu sein. Das Ganze dauert meist nur wenige Minuten, in der die Betroffenen im Schlaf umherwandern. Doch wieso genau gibt es Schlafwandler? Gibt es eine Therapie dagegen? In unserem Blogbeitrag findest Du Antworten.

 

Schwalfwandeln – Was passiert im Gehirn?

Das Schlafwandeln geschieht nur in der Tiefschlafphase. Während dem Schlafwandeln ist ein Teil des Gehirns wach. Der andere Teil schläft. Forscher haben herausgefunden, dass vor allem die Teile des Gehirns wach sind, die für die Bewegung und die Muskelspannung verantwortlich sind. Häufig beginnt das Schlafwandeln mit einem plötzlichen Aufrichten im Bett. Dann schaut sich der unter Somnambulismus-Leidende mit offenen Augen um. Manchmal kommt der Schlaf direkt zurück und die Person landet wieder im Land der Träume. In anderen Fällen verlässt der Schlafwandler das Bett und geht sogar manchmal verschiedenen Tätigkeiten nach. Dieses Phänomen kann Sekunden dauern oder auch mehrere Minuten. In sehr seltenen Fällen sollen Betroffene sogar bis zu einer halben Stunde in solch einem Dämmerzustand gewesen sein. Die Ursachen für die unterschiedliche Länge des Schlafwandelns sind nicht ganz klar.
Theoretisch kann eine Person während dem Schlafwandeln die Dinge tun, die sie auch am Tag machen könnte. Zum Beispiel Essen zubereiten, Türen öffnen, Treppen steigen und vieles mehr. Das Wissen über das Schlafwandeln ist jedoch noch nicht sehr groß. In der Regel erinnert sich ein Schlafwandler am nächsten Tag nicht mehr an seinen nächtlichen Ausflug.

 

Schlafwandeln – Was sind die Ursachen?

Warum Schlafwandeln manche von uns und andere nicht? Was genau sind die Ursachen des Schlafwandelns? Was in Deinem Gehirn passiert, haben wir uns ja bereits angesehen, doch warum passiert so etwas bei dem einen, wenn der andere nie in seinem Leben schlafwandelt? Leider gibt es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. Das Wandeln im Schlaf in einer Forschungseinrichtung, Klinik oder in einem Schlaflabor zu überwachen und zu analysieren ist sehr schwierig. Schlafforscher sagen jedoch, dass es sich nicht um eine psychische Störung handele, wohl aber um eine Schlafstörung. Außerdem soll vielmehr eine genetische Veranlagung dahinterstecken. So gaben circa 80 Prozent der Schlafwandler an, einen oder mehrere Verwandte zu haben, die ebenfalls in der Nacht umherstreifen.

Wer mehr zum Thema Schlafstörungen erfahren möchte, der findet in unserem Blogbeitrag “Schlafstörungen” alle wichtigen Informationen.

 

Schlafwandeln – gefährlich oder harmlos?

Meist kennt man aus Cartoons die Bilder von Schlafwandlern, die nachts über die Hausdächer balancieren. Doch kann das wirklich so passieren? Dieser Mythos ist sehr unwahrscheinlich. Ein Schlafwandler kann in der Nacht normalerweise nichts machen, was er nicht auch am Tage kann. Dennoch ist Schlafwandeln nicht zu unterschätzen. Die im Schlaf wandelnden Menschen sind einem erhöhten Verletzungsrisiko ausgesetzt. Die Koordination ist schlechter und auch die Wahrnehmung funktioniert nicht richtig. So kann leicht ein Fenster mit einer Tür verwechselt werden.

 

Schlafwandeln – Was ist zu beachten?

Hat man einen Schlafwandler in der Familie oder ist selbst betroffen, dann sollten vor allem Kanten und Ecken abgedeckt, spitze und gefährliche Gegenstände unzugänglich aufbewahrt, Türen und Fenster geschlossen und verriegelt werden. Außerdem sind Hochbetten keine gute Entscheidung. Vor allem wenn Kinder betroffen sind, sollte große Vorsicht geboten sein. Dann kann zum Beispiel auch mit einem Lichtsignal gearbeitet werden, sodass dieses einen Alarm aussendet, falls das Kind in der Nacht aufsteht.
Bei Kindern kommt das Schlafwandeln übrigens häufiger vor. So sollen knapp 30 Prozent aller Kinder schlafwandeln. Bei Jungen ist der Wert sogar etwas höher als bei den Mädchen. Der Wert bei den Erwachsenen liegt nur bei knapp ein bis vier Prozent.

 

Schlafwandeln – Wann zum Arzt?

Bleibt noch die Frage, muss ein Schlafwandler zum Arzt? In den meisten Fällen wird das Schlafwandeln nicht medikamentös behandelt. Tritt das Phänomen jedoch häufiger auf oder wiederholt sich im Erwachsenenalter wieder, dann sollte der Betroffene sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Dann kann eine Untersuchung in einem Schlaflabor der richtige Ansatz sein.

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